Radtouren und Fotografie

Auf meinen Radtouren bin ich mittlerweile bemüht, nicht nur stur durch die Gegend zu brausen, sondern mich noch mehr mit dem zu befassen, was ich sehe. Die vielen Videoclips und Bilder mache ich in erster Linie für mich, um dann später bei der Sichtung zu bewerten, ob ich das ein oder andere Bild veröffentliche. Meine Bilder haben aber selten, eigentlich nie, Profiqualität. Mir reicht die einfache Qualität aus und ich bin froh, immer mal wieder Erinnerungsfotos zu haben.

Wenn ich unterwegs bin, habe ich mittlerweile 2 Kameras am Start (und auch die Actioncam dann und wann). Die eine Kamera ist eine Kompaktkamera (Canon Powershot SX620 HS). Diese ist ultraschnell einsetzbar, weil sie nach dem Anschalten direkt betriebsbereit ist. Es gibt nichts einzustellen, außer man hat die Zeit und bedient noch den Zoom oder wählt aus, ob man normale Aufnahmen, entfernte Aufnahmen oder Makroaufnahmen machen möchte. Für Schnappschüsse ohne großartigen Qualitätsanspruch (Merk- oder Erinnerungsfotos) sowie für einfache Makrofotos ist diese Kamera aus meiner Sicht optimal.

Neuerdings habe ich auch eine Systemkamera (DSLM – spiegellos) im Einsatz (Panasonic Lumix G110) mit einem MFT-Sensor (Micro Four Thirds). Bezogen auf eine Kleinbild(Vollformat)-Kamera (Bildformat von 24 mm × 36 mm), die in der Anschaffung leider wesentlich teurer ist, ist hier ein Crop-Faktor von 2.0 anzuwenden. Das bedeutet kurz gesagt: Der Sensor meiner Kamera ist halb so groß wie der einer Vollformat-Kamera. Bei Systemkameras kann man die Objektive wechseln. Bei den Kompaktkameras ist das nicht möglich, sondern alles regelt sich über den Zoom.

Wenn ich die Lumix nutze, die eine ausgezeichnete Funktion für Selfie-Videos hat, dann muss ich mir für das Fotografieren mehr Zeit nehmen. Zwar kann ich auch hier einen Automatikmodus nutzen, aber auf Dauer möchte ich selber meine Bilder so einstellen, wie ich es gerne hätte und nicht, wie die Kamera das meint. Davon bin ich aber noch einiges entfernt. Teils nutze ich schon die Teilautomatik für Blende oder Verschlusszeit, um etwas ansprechendere Bilder zu machen.

Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, musste ich neben der Kamera auch noch in Objektive investieren. Ich mag ja sehr gerne Nahaufnahmen von Gegenständen oder Pflanzen oder Tieren (Kleintiere). Also musste ein Makro-Objektiv her (Panasonic H-HS030 F2.8 30mm). Und für weiter entfernte Objekte meiner Bilderbegierde habe ich noch in ein Tele-Objektiv investiert (Panasonic H-FS45150EKA 45-150 mm). Das Standard-Objektiv hat eine Brennweite von 12-32 mm).

Das jeweilige Äquivalent meiner Objektive zum Kleinbild ist:

  • Standard-Objektiv: 24 – 64 mm
  • Makro-Objektiv: 60 mm
  • Tele-Objektiv: 90 – 300 mm

Festgestellt habe ich, dass die Lumix nur einen bedingt guten Bildstabilisator beim Filmen hat. Fix angebracht am Rad, ist die Bildverwackelung extrem. Nicht umsonst gibt es dafür Actioncams. Für handgeführte Videoaufnahmen reicht der Bildstabilisator jedoch vollkommen aus.

Das nachfolgende Fotos habe ich als Schnappschuss mit der Canon gemacht. Leider war der Vogel, welcher Greifvogel das ist weiß ich nicht, sehr weit entfernt und ich musste den Zoom voll ausnutzen (112,5 mm). Dabei ist es kaum möglich, die Kamera so ruhig zu halten, dass die Qualität optimal ist. Ich habe mehrere Fotos machen können, bevor der Vogel wieder entschwand, und meine, dass das Bild dennoch ganz gut anzusehen ist.

Greifvogel auf einer Baumspitze
Modell: Canon Powershot SX620 HS Blende: F6.6 ISO: 80 Verschluss: 1/400 Brennweite: 112,5 mm Modus: Handaufnahme (verkleinert auf 1024×575 px)

Mit der Lumix hätte ich dieses oder ein ähnliches Foto nicht machen können. Denn bevor ich die Kamera betriebsbereit gehabt hätte, wäre der Vogel schon wieder verschwunden. Solche Aufnahmen würden nur gelingen, wenn eben die Kamera mit Tele-Objektiv sofort eingesetzt werden kann.

Ich finde, dass dies aber eben die Gelegenheiten sind, die das Radfahren interessant machen. Mein Hauptantrieb ist zwar das Radfahren, aber ich bin eben gerne in der Natur und versuche die Gegenden oder Tiere auf Fotos zu bannen. Das tut niemandem weh, sofern man §59 (UrhG) berücksichtigt -> Panoramafreiheit. Das ist nicht wirklich einfach und schon gar nicht selbstverständlich.

Ich denke darüber nach, ob ich ggfs. einen kleinen Blog machen, auf dem ich nur kurze Artikel mit einem schönen Bild in “voller” Qualität poste. Meine Fotos sind meist aus Speicherkapazitätsgründen stark verkleinert und verlieren damit natürlich an Qualität.


An dieser Stelle werde ich künftig möglichst regelmäßig einige Bilder posten, die ich entweder auf meinen Radtouren oder auf meinen Fotowalks gemacht habe:

Fotografieren ist eine Kunst

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