Akku-Reichweite die Zweite

Im letzten Beitrag hatte ich meine neuen Erfahrungen mit der Reichweite des Pedelec-Akkus berichtet. Nun habe ich explizit darauf geachtet, wie ich mit dem Akku umgehe und wie ich meine Radtour gestalte, um möglichst weit mit dem Akku zu kommen und die Energie effizient zu nutzen.

Gestern, am 11.06.2021, habe ich eine Radtour von insgesamt 105 km Entfernung gemacht. Der Akku, der an meinem Pedelec installiert war, hatte von der vorherigen Tour bereits 22 km hinter sich gebracht.

Zwar habe ich, wenn ich auf eine längere Tour gehe, immer den zweiten Akku im Gepäck, aber dieses Gewicht hätte ich mir sparen können. Den zweiten Akku musste ich nicht einsetzen, denn nach der Tour von 105 km kam ich zu Hause mit einer Restreichweite von 6 km an. Ergo habe ich mit dem Akku 127 km zurückgelegt und hätte auch mindestens 130 km schaffen können.

Auf der Tour bin ich ausschließlich im Eco-Modus, also in der ersten Unterstützungsstufe, gefahren. Der Wind war etwas ungünstig, denn die ersten 40 km hatte ich immer Gegenwind. Mit dem 4. Gang (von 10) an meinem Rad, konnte ich dem Wind aber gut trotzen ohne mich tatsächlich verausgaben zu müssen. Trotzdem musste ich mich anstrengen, und das ist auch gut so, um vorwärts zu kommen. Die sanften Anstiege, die es in Richtung Niederlande (Venlo) gibt, habe ich auch im Eco-Modus erledigt. Den 5. Gang habe zeitweilig, wenn die Strecke einsehbar und gerade war, auch eingelegt, um ein bis zwei Kilometer schneller unterwegs sein zu können. Die anderen höheren Gänge nutze ich, wenn überhaupt, nur auf Besorgungsfahrten, wenn die Reichweite des Akkus nicht erheblich ist.

Vor Kreuzungen, Ampeln und Drängelgittern habe ich immer zwei Gänge herunter geschaltet, um den Kraftaufwand bzw. Energieaufwand beim Wiederanfahren gering zu halten. Meine Reisegeschwindigkeit lag meist zwischen 22 und 24 km/h, wobei die Durchschnittsgeschwindigkeit noch nicht mal 20 km/h betragen hat. Ich bin eben ohne Hektik, aber von der Entfernung her doch ambitioniert unterwegs. Ich möchte mit dem Rad fahren, die Natur genießen und mich bewegen. Sportliche Höchstleistungen möchte ich nicht erzielen.

Nach ca. 7 Stunden war ich wieder zu Hause, fühlte mich gut und hatte einiges an Fotos gemacht. Das hält natürlich immer wieder auf. Es lohnt sich aber, die Schönheiten am Wegesrand festzuhalten. Das entschleunigt sehr gut. Das Ausschauhalten nach fotogenen Objekten ist zudem gut geeignet, um die Tour nicht langweilig werden zu lassen. Unabhängig davon, dass der MIV (motorisierter Individualverkehr) keine Zeit und Gelegenheit zum Träumen lässt. Denn Autos sind überall, selbst auf den abgelegensten Wirtschaftswegen gurken diese Blechdosen herum, und das meist von Fahrern (m/w/d), die ich als rücksichtslos und egoistisch einstufe.

Und hier ein paar Impressionen von der Strecke des gestrigen Tages:

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